Einer der letzten Helden unserer Tage

Ausstellung über eine unnahbare Kunstfigur in der Galerie der Stadt Wels.

 

... Er ist ein Phänomen: Brutus Unsterblich, der Stuntman. "Hell Yeah! Oder die Kunst, ein Raketenauto zu lenken", nennt das österreichisch-schweizerische Künstlerduo Bildstein | Glatz die Ausstellung in der Galerie der Stadt Wels über diesen "einen der letzten Helden unserer Tage".

Gezeigt wird eine Mischung aus scheinbar dokumentarischen und künstlerischen Objekten. Unter anderem ist der Raketenwagen, mit dem Brutus "den Weltrekord im Raketenauto-Dreisprung geknackt hat", zu sehen. In einer Vitrine sind Zeitungsartikel über Brutus ausgestellt: unglaubliche Berichte über Rekorde, Frauengeschichten und den dramatischen Bruch mit dem eigenen Vater. Sympathisch wirkt er nicht, dieser Brutus. Fiktion und Dokumentation, Theater und Realität verschwimmen. Werke des Künstlerduos, Fotos von Brutus’ waghalsigen Aktionen sowie Modelle, die der Stuntman angeblich selbst gebaut hat, werden nebeneinander gezeigt. Alles zusammen bildet den Mythos der Kunstfigur "Brutus Unsterblich". Brutus stehe auf alles, was schnell ist, sagen Matthias Bildstein und Philippe Glatz. Und die beiden, die seit 2003 zusammenarbeiten, tun das offensichtlich auch. Ihre Objekte erinnern oft an Sportarchitektur, surreale Rampen und Sprungschanzen tragen Titel wie "No Fear" oder "Landing". Brutus ist der Avatar, der stellvertretend für die beiden halsbrecherische Abenteuer erlebt. Spielerisch wird die Trennlinie zwischen Realität und fantastischem Mythos überschritten...